CNC14 Workshop 36 in Hamburg

28. bis 30. Oktober 2022

Zum dritten Mal durften wir in der Tischlerei von Kai Holst in Hamburg zu Gast sein.
Diesmal war es trotz lediglich drei Fräsen, die zu bauen anstanden, sehr vielfältig. Ein Teilnehmer musste leider sehr kurzfristig absagen. Jeder der drei Fräsenbauer baute eine andere CNC14 Fräsenversion, den Kurs haben wir zweisprachig gehalten, wir haben unser Team erweitert, ein ehemaliger Teilnehmer hat seine CNC14 Fräse auf den neuesten Stand gebracht und einem weiteren ehemaligen Teilnehmer haben wir bei einem seiner Projekte unterstützt.

Aber der Reihe nach:
Freitag früh waren wir noch nicht komplett, aber alle Fräsenbauer waren bereits eingetroffen. Es gab wie üblich unsere kleine Begrüßungsrunde mit Erklärungen zum Ablauf des Workshops im Hof der Tischlerei. Auf Kais Schönwetter-Abonnement war wieder Verlass.

Zunächst suchte sich jeder seinen Arbeitsplatz und begann, nach wenigen Erklärungen, seine Fräse aufzubauen.

Mittags konnten wir dann schon unseren Team-Zuwachs begrüßen. Herzlich willkommen im Team, Sabrina!

Und das kam so: Einige Wochen zuvor bekamen wir eine Anfrage aus Schweden. Toll dachten wir, aber wie machen wir es mit der sprachlichen Barriere? Internationale Teilnehmer hatten wir schon öfter dabei, Belgien, Slowakei, Südtirol, Italien, Österreich, Schweiz, ... , aber sie konnten deutsch sprechen und verstehen. Schwedisch spricht zwar keiner aus dem Team, aber englisch wäre eine gute Möglichkeit. Zweisprachig bedeutet auch doppelten Zeitaufwand, den wir nicht leisten können. Wir brauchen also Unterstützung von jemandem, der nicht nur gut englisch spricht, sondern auch die CNC14 Fräse gut beherrscht, den Ablauf des Workshops kennt, gut ins Team passt und bestenfalls genauso sehr für unser Projekt brennt. Wir mussten nicht lange überlegen und haben kurzerhand Sabrina, Teilnehmerin aus dem Workshop 32 in Hennef, angerufen. Von ihr wussten wir, mit wieviel Freude sie im Workshop ihre Fräse gebaut hatte, wie gut sie ihre Fräse beherrscht und welche tollen Projekte sie bereits erfolgreich umgesetzt hat, was man auch auf ihrem Instagram Kanal In Sachen Holz verfolgen kann.
Wir haben uns sehr gefreut, dass sie sofort mit viel Vorfreude zugesagt hatte und wir unseren schwedischen Teilnehmern somit zusagen konnten.

Sabrina kümmerte sich aber nicht nur um die schwedischen Brüder, sie brachte sich überall mit ein.

So auch bei unserem Teilnehmer aus Kurs 27 vor zwei Jahren in Bochum, der eine extralange CNC14 baute, dem wir gerne Unterstützung bei der Umsetzung seines Propeller-Projektes gaben. Er baut Wohnwagen und bemannte Flugzeuge, teilweise mit seiner CNC14 Fräse, und dazu braucht er einen fast 2m langen gefrästen Propeller.
Angereist kam er mit seinem selbstgebautem Wohnwagen:

Zurück zum laufenden Workshop: An jedem Arbeitsplatz wurde geschraubt, die Z-Achsen und die Schienen waren bereits aufgebaut.

Hier wurde unsere allerletzte Alu-Z-Achse verbaut. Wir sind bereits in der Planung einer neuen Alu-Z-Achse.

Als dann die vier Ecken bereits angebaut und der X-Riemen schon verlegt war, konnten wir das Verlegen der Energieketten und der Riemen angehen.

Samstagfrüh, der Konstruktionsaufbau war bereits soweit fertig, zeigte Marian allen Fräsenbauern, wie am einfachsten die Kabel durch die Energieketten gezogen und die Kabel verlegt werden.

Auch dabei halfen sich alle gegenseitig.

Marian prüfte noch an jeder Fräse die Kabelverbindungen.

Alois brachte die Kameras zum Positionieren des X- und Y-Nullpunktes an.

Am Nachmittag kam noch ein Teilnehmer aus Workshop 05 Ende Februar/ Anfang März 2016 in München. Seine Fräse ist nach wie vor in Betrieb, aber noch mit veralteter Z-Achse und Steuerung. Also holte er sich bei uns zu unserer großen Freude nach so langer Zeit ein Upgrade. Welch ein schönes Wiedersehen! Alois baute mit ihm seine neue Z-Achse auf.

Und zwischendurch wurden wir immer von der lieben Annet, Frau unseres Gastgebers, mit selbstgebackenem Kuchen und Kaffee im sonnigen Garten verwöhnt. Dabei waren noch zwei ehemalige Teilnehmer aus Workshop 25 in Hamburg und Workshop 16 in Brandenburg zu Besuch, über die wir uns sehr freuten.

Als dann alle Fräsen mit Steuerungen fertig aufgebaut und verkabelt waren, widmeten wir uns zum Workshoptagesende der Theorie. Marian machte es sich mit unseren deutschsprachigen Teilnehmern im Ausstellungsraum des Naturschlafstudios der Tischlerei bequem, während Sabrina mit ihren schwedischen Schützlingen in den vorderen Bereich der Tischleiei zog. So konnten alle ungestört und konzentriert den Ausführungen zu den grundlegenden Schritten und Sicherheitshinweisen folgen, bevor wir dann auf die laufenden Fräsen in einem regionalem Restaurant mit einem "Skol" anstiessen. Lieben Dank auch an alle Besucher, es hat uns sehr gefreut!

Der Sonntag gehörte den ersten Übungen, Ausprobieren, Fragen klären und einem ersten Fräsprojekt.
Marian und Sabrina erklärten und zeigten an der Fräse die ersten Schritte und was dabei zu beachten ist.

Schliesslich konnte jeder erfolgreich ein kleines Projekt fräsen, auch den Propeller haben wir fräsen können, zwar nicht in Originalgröße, das wäre zu zeitintensiv gewesen, aber wir haben nun keine Zweifel, dass unser Teilnehmer sein Großprojekt umsetzen können wird.

Nur drei Fräsen gebaut, das klingt auf dem ersten Blick wenig, aber wie man sieht, es war richtig viel los.
Am späten Nachmittag löste sich der Workshop langsam auf. Ein Fräse ging in Richtung Flensburg, eine Fräse machte sich auf den Weg in die Nähe von Saarbrücken und eine Fräse wird in einer Schreinerei in Norrköping/ Schweden ihren Dienst antreten.

Wir danken allen Teilnehmern für diesen vielfältigen und schönen Workshop! Und wir wünschen Euch ganz viel Spaß und Erfolg mit Eurer neuen Fräse.

Ganz großen Dank an Kai und Annet, es war wieder wunderbar bei Euch im Alten Land, idyllisch zwischen vielen Apfelplantagen gelegen und immer schönstem Wetter. Wir haben uns rundum wohl und gut aufgehoben gefühlt. Ihr habt Euch toll um uns vor und nach, wie auch im laufenden Kurs gekümmert, sodass alles prima und reibungslos funktionieren konnte.

Ein ganz dickes Dankeschön für beste Zusammenarbeit und Zuverlässigkeit an mein Team Marian und Alois!

Und im Besonderen ein dickes Dankeschön an Sabrina, unser neues Teammitglied, die sich ohne Zögern auf diese Herausforderung einließ und sich mit soviel Enthusiasmus einbrachte, dass es uns eine große Freude war. Sabrina war uns nicht nur eine große Hilfe und passt gut in unser Team, sie ist eine echte Bereicherung für den Workshop. Wir werden sie in Zukunft sicher wieder gerne dabei haben. Vielleicht sogar in Schweden, wenn wir die Einladung dort annehmen können, wer weiss ...

Wir gehen nun in die Winterpause, möchten einige Ideen zu Neuerungen umsetzen und freuen uns, Euch in einem unserer nächsten Workshops zu sehen.

CNC14 Counter

215

Bis heute haben 215 CNC14 Fräsen einen glücklichen Besitzer bekommen. Ich würde mich sehr freuen, auch Dich bei einem unserer nächsten Workshops begrüßen zu dürfen. Birgit