Maker Faire Ruhr 2016 ... wir waren in Dortmund

Ein wenig erstaunt es schon, dass das Ruhrgebiet, eine Hochburg bodenständiger Kreativer, Bastler und Selbermacher, erst im Jahr 2016 eine Maker Faire auf die Beine stellt, auf der sich Maker, FabLabs und andere offene Werkstätten mit ihren Ideen präsentieren.

Mögen Planung, Geduld und Realisation sich hingezogen haben ... das Warten hat sich gelohnt: Der Veranstalter zählte tausende Besucher an gerade mal einem frostigen März-Wochenende. Sehr passend und gut gewählt war das historisch-industrielle Ambiente der Dortmunder DASA mit seinem großzügen Platzangebot und den Arbeitswelt-Exponaten der Dauerausstellung. Hinter- und Feinsinnig empfand man die Mischung aus riesigen, stählernden Industriemaschinen, von gestandenen Ingenieuren entworfen und gebaut, und den fingernagelgroßen SMD-Computern, blinkenden LEDs und selbststeuernden Robotern, die nicht zuletzt in Schulklassen und Kinderzimmern entworfen wurden. Es liegen kaum mehr als 100 Jahre Entwicklung zwischen beiden Welten.

Heimspiel: Am Stand der Kölner DingFabrik fühlte man sich wie zuhause ... ;)

Das erfreulich hohe Besucherinteresse zur Premiere der Maker Faire Ruhr 2016 wurde nicht mal von dem Umstand gemindert, dass der BVB am Sonntag in einem Heimspiel gegen Mainz 05 wichtige Ligapunkte holen mußte um den Anschluß an Tabellenführer München nicht abreissen zu lassen. Der BVB gewann das Spiel vor heimischen Publikum und dennoch blieben die Hallen der DASA gut gefüllt.

Vater-Mutter-Kind: Der Generationenvertrag wird eingelöst ...

Von diesem unerwartet hohen Andrang wurde nicht nur das CNC14-Team überrollt: Die Interessenten scharrten sich oft in Trauben um die CNC-Fräse und die Ausstellungsstücke. Die CNC14-Fräse, bislang nur Teilnehmern an den CNC-Fräsenbau-Workshop und Besuchern der Kölner DingFabrik vertraut, wirkt auf Bildern oft kleiner, als sie tatsächlich ist. Dass Größe, aber auch die hohe Qualität der Fräsergebnisse, zählt, zeigten die Spontan-Anmeldungen zu den nächsten Fräsenbau-Workshops in der Kölner DingFabrik. Um die Vielzahl der Fragen beantworten zu können, mußte eine Reihe von Ausstellern Opfer bringen: Schon am ersten Ausstellungsabend versagte manche Stimme und es wurde einhellig begrüßt, das sich in Dortmund die Hektoliter-Millonäre aneinander reihen und stimmbandpflegende Biere in vielen Ausprägungen gereicht wurden.

Der Raketen-Magier: Leitwerk an Pfandflasche ...

Unter den Besuchern und Ausstellern fanden sich auch ein paar bekannte Gesichter, die sich der Hacks-Fräse verschrieben haben und die wir endlich persönlich kennenlernen durften: Der "Rocket Man", Andreas "Bäckchen" Becker, aus der CNC14-Forum, der auf seinem eigenen Stand Aufbau und Funktion seiner Wasserraketen demonstrierte. Noch-immer-nicht-Fräsen-bauer Poesel und eine Reihe anderen Fräsenbauer sagten einfach mal nett "Tach".

Besonders gefreut hat uns, dass Carsten Meyer, Redakteur der Make und Vater der c´t Hacks-Sperrholzfräse, den Stand der Kölner DingFabrik besuchte.
Man könnte annehmen, dass er wenig Interesse an unserer CNC14-Fräse aufbringen würde, schließlich hat er das Ur-Modell in der Redaktions-Werkstatt des Heise-Verlags konstruiert, während unsere einfachen Anpassungen gerade mal den Arbeitsraum ein wenig vergrößert haben. Dennoch: Auch an unseren kleinen Änderungen und Anbauten hatte er seinen Spaß und man spürte, dass er noch tief in der Entwicklung der Hacks-Fräse steckt.
Zum Schmunzeln: Der "Standbesucher" Carsten Meyer, Birgit und Henrik übernahmen zwischendurch nahtlos die Beantwortung der Publikumsfragen zur Fräse.

Die Fräsen-Gespräche mit ihm zogen sich in den Abend und wurden am nächsten Tag mit der gleichen Spannung wieder aufgenommen. Selbstverständlich werden wir Euch nichts über deren Inhalte verraten. Nur soviel dürft Ihr wissen: Der Gedankenaustausch wird im Sinne aller CNC-Fräsen-Begeisterten fortgesetzt.

Meyer zeigt GRBLize 2: Ein kleiner Workshop für ein starkes Programm ...

Wer mehr über die Ideenwelt Carsten Meyers erfahren möchte, schaut sich folgenden Clip an, der auf der Cebit 2016 aufgezeichnet wurde:

Carsten Meyer im Interview

Nebensatz für Interessenten an der CNC14-Fräse und/oder den Workshops: Auf Ausstellungen können wir die Fräse nur eingeschränkt Live vorführen. Den Lärm, den die Kombination aus Frässpindel und eintauchendem Fräskopf macht, ist ein Showstopper für jede Art von Kommunikation in den meist riesigen Ausstellungshallen. Das ist natürlich bedauerlich, weil Ihr vor allem Ergebnisse sehen und einen eigenes Gefühl für die präzise Arbeit der Fräse erhalten mögt.

Wir lassen die Fräse dennoch fahren und spannen einen Pinselstift ein. Unser Glück und das der Interessenten ist, dass nur die leisen Fräsmotoren zu hören sind.

Hier der aktuelle Video-Clip der Arbeit:

Makerfaire Ruhr

CNC14 Counter

186

Bis heute haben 186 CNC14 Fräsen einen glücklichen Besitzer bekommen. Ich würde mich sehr freuen, auch Dich bei einem unserer nächsten Workshops begrüßen zu dürfen. Birgit